atelier:performance #extra - Christiane Oppermann


02.09.2017 // 4pm - 9pm

Durchgängige Performative Intervention - im Rahmen des 20. ZINNOBER. 20170902#5h „Wann beginnt die Performance? Mittendrin und abseits, Tage, manchmal Wochen vorher. Phase 1: Atmosphärisches Rauschen und vage Bilder. Phase 2: Bei all den Themen, Konflikten, Aus-einandersetzungen, Bedingungen, Bedürfnissen, Beziehungen und Reibungen mit der Welt das Auftauchen, Verflechten, Begleiten, Verbinden, Untertauchen, Eingehen, Damit-Einhergehen, Wenden, Festhalten, Ausschmücken,... beobachten und - loslassen. Bloß wieder loslassen. Nichts Festes Aber etwas (something else) nistet sich ein. Im Herzen. Heimlich. Phase 3: Poetische Reifung hin zu einer „tiefen“ Bildidee.




Später wird ein leerer Koffer mit Dingen, Energien und dazu notwendigen Verbeugungen gefüllt = Phase 4. Im Zwischenraum: Ein aufgeladener Transfer. Phase 5: Entleerung. In-den-Raum-treten. Leersein und Spannung (aus-)halten. Tote Bilder ruhen lassen und das Etwas aus dem Herzen schlüpfen lassen. Geschehen lassen. Vielleicht den Koffer öffnen oder auch nicht und schauen, was passiert. In Gelassenheit. Zeit nehmen und die Zeit sich das Etwas nehmen lassen. Ein Bild entstehen lassen.“ (Christiane Oppermann)




Auch wenn Christiane Oppermann über eine Steinbildhauerlehre zur Bildenden Kunst kam, ist bereits im Studium das Ephemere an die Stelle des Ewigen getreten. Da liegt die Kunst der Handlung nicht fern. Für diese Form der Kunst begeistert sich die Künstlerin als sie 1995 Boris Nieslony begegnete. In Zusammenarbeit mit dem Performance-Künstler hat sie in der Vergangenheit auch einige Performance-Projekte, Seminare und Workshops mit internationaler Künstlerbeteiligung in Hannover organisiert. Eine "reine" Performerin ist sie allerdings nicht geworden. Für die Künstlerin sind Bezeichnungen oder Kategorien wie Maler, Bildhauer oder Performer nicht relevant. Eine gut gestellte Frage befördert und benötigt eine gewisse Form der Untersuchung Dass die Künstlerin multimedial unterwegs ist, ergibt sich daher aus ihrer Neugier und Lust am Fragen und Forschen. Wie in ihren temporären meist ortsbezogenen Installationen und Interventionen kommen dabei auch in ihren Performances häufig Alltagsgegenstände zum Einsatz, die auf poetische, teils humorvoll-skurrile Weise ihren Charakter verändern und zu neuem Leben erwachen. Gelegentlich arbeitet die multimediale Künstlerin auch im Bereich Performance mit Projektionen (Overhead, Video) oder es entstehen, teilweise in Kooperation mit anderen Künstlerinnen, Video-Performances. 






Photo: Marta Lodola & Ilka Theurich

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